Samstag, 4. August 2012

DAS FOTOGRAFIEREN NIMMT VIEL PLATZ EIN

Heute den ganzen Tag an den Fotos gearbeitet. Ich liebe es diese Gesichter und Figuren aus dem Boden zu kitzeln. Doch eigentlich muss ich jetzt meine Renovierung voran treiben, sonst wird mein Werkstattraum bis zur kalten Jahreszeit nicht fertig. Es gibt jedoch so viele Hindernisse, manchmal ist es zu heiß, dann wieder zu kalt und die Ausreden sind unendlich um richtig ran zu gehen. Ich kann am besten unter Druck arbeiten und der ist ja nicht vorhanden. Also wäre es gut sich einen Druck auszudenken. Mal sehen ob ich mich überlisten kann. Aber dennoch hier ein Ergebnis von den letzten Tagen:










Sonntag, 29. Juli 2012

DER ENTWURZELTE BAUM

Der Sturm hat ganze Arbeit geleistet und ich entdecke sehr viele entwurzelte Bäume. Einer war besonders faszinierend. Der Wurzelballen hat ein Loch und meine Neugierde war geweckt.

  

 Der Übeltäter war ein großer Stein den ich dann auf der Rückseite fand.


tja und nun die Rückseite


Da sieht man den kleinen Übeltäter, eigentlich ist er ziemlich groß nun ist er befreit von den Wurzelarmen. 



 Jetzt in der Nähe mit Ausblick!






BEGEGNUNGEN

nun die gab es auch, bei einigen Bildern kann ich mir vorstellen, dass der oder die Betrachter (in) auch etwas ganz anderes sehen kann. Ich will also heute nichts dazuschreiben.....












Nun der kleine Drache ist wohl eindeutig....


















Montag, 16. Juli 2012

GESCHICHTE 1





 Die Geschichte von der kleinen Frau aus dem kleinen Land

Es war einmal eine kleine Frau aus einem kleinen Land, die verliebte sich in einen großen Mann aus einem großen Land.
Da die Beiden nicht mehr ohne einander sein wollten packte die kleine Frau aus dem kleinen Land ihre sieben Sachen in einen Koffer und ging mit dem großen Mann in sein großes Land.
Sie suchte sich eine Arbeit und der große Mann studierte fleißig wie man große Maschinen baut.
Sie waren glücklich und hatten sich vom Herzen lieb.
Die kleine Frau wünschte sich so sehr ein kleines Mädchen damit das Glück vollkommen wäre. Eines Tages wurde ihr Bauch immer runder und runder und heraus sprang ein wunderschönes kleines Mädchen.
Es hatte den zierlichsten Mund, die Öhrchen kunstvoll gefaltet und Augen so hell wie zwei Sterne. Beide waren überglücklich.
Da dieses kleine Mädchen so viel Freude in die Welt brachte, dachte die kleine Frau bei sich, wie schön wäre es, wenn unser kleines Mädchen noch ein kleines Mädchen zum Spielen hätte. Der Gedanke war noch nicht ausgesprochen, da wurde der Bauch wieder runder und runder und heraus sprang wieder ein kleines Mädchen.
Dieses war so winzig klein, wie ein Püppchen und jeder der es sah war ganz hingerissen. Keiner wagte es, es anzufassen, so klein winzig war es. Nur für die kleine Frau und das kleine Mädchen war das gar kein Problem. Sie herzten und liebten es vom ersten Augenblick an und das erste kleine Mädchen hatte alle Hände voll zu tun, der Mutter zu helfen.
Als der große Mann fertig studiert hatte übernahm er einen kleinen Laden wo sie allerlei Bürsten, Pinsel, Besen und vieles mehr verkauften. Die kleine Frau half tüchtig mit und auch die beiden kleinen Mädchen waren immer fleißig mit dabei.
So hatte alles seine Ordnung. Jedoch der große Mann wurde immer unzufriedener und der kleinen Frau gelang es immer seltener ihn glücklich zu stimmen.
Da er ja viel größer war als die kleine Frau sah er immer öfter über sie hinweg. Er sah nach den schönen großen Frauen, mit goldglänzenden Haaren, die ihn immer freundlich anlächelten, und einluden mit ihnen spazieren zu gehen. Das machte ihm große Freude. Er wurde dabei noch größer und sah irgendwann die kleine Frau gar nicht mehr. Diese beschwerte sich bitterlich bei ihm, aber er sagte nur, wenn du mehr alleine ausgehst und nicht so wie ein Mühlstein an meinem Hals hängen würdest, dann würdest du auch größer werden, dann könnte ich dich wieder sehen.
Sie versuchte es, aber es machte ihr keine Freude auszugehen, ohne den großen Mann.
Eines Tages stellte der große Mann der kleinen Frau einen sehr schönen Prinzen aus einem anderen Land vor. Er sagte dieser Prinz kann dir vielleicht ein wenig von seinem Glanz abgeben.....
Da geschah es aber, dass der Prinz sich in die kleine Frau verliebte und nicht mehr ohne sie sein wollte und den großen Mann fragte ob er sie haben kann, dieser antwortete mit einem Achselzucken, von mir aus, wenn du sie willst.
Er wollte frei sein und so war ihm das Geschäft sehr recht.
Die kleine Frau suchte für sich und den Prinzen ein Häuschen in dem sie mit den beiden Mädchen wohnen könnte.
Der große Mann zog zu seiner neuen großen Frau, für die er sich bereits entschieden hatte.
Die kleine Frau hatte jetzt keine Arbeit und da der Prinz auch kein Geld hatte, nur seine glänzende Fassade, begann sie zu studieren um noch mehr zu lernen und auf diese Weise ein wenig zu glänzen und danach leichter eine gute Arbeit zu finden um sich und den Prinzen und die Mädchen ernähren zu können.
Der Prinz machte sie und die beiden Mädchen sehr oft glücklich aber immer öfters bekam er eine traurige Stimmung und wollte dann mit niemand sprechen. Er war ein sehr sensibler Künstler ohne viel Erfolg und es war nicht leicht für ihn, die glänzende Fassade aufrecht zu erhalten. Er konnte seine Ideen und phantastischen Pläne nicht in die Tat umsetzen. Er wollte ja auch Geld verdienen um die kleine Frau und die Mädchen  zu ernähren doch es gelang ihm nicht. Dies machte ihn immer öfter traurig und auch ungerecht.
Die kleine Frau dachte, vielleicht könnte ihm ein kleiner Junge wieder Freude in sein Leben bringen und kaum gedacht schon wurde ihr Bauch runder und runder und heraus kullerte ein kleiner Junge, rund und mit goldenen Locken, wie es sich für einen Prinzensohn gehört.
Der Prinz war über alle Maßen stolz und glücklich und eine kleine Zeit ging das sehr gut. Jedoch liebte er seinen kleinen Prinzen so sehr, dass er die kleinen Mädchen nicht mehr sah, es gab nur mehr den kleinen Prinzen für ihn. Für den Prinzen waren die kleine Frau und die Mädchen nur mehr hellgraue Nebelgestalten, die er gar nicht mehr bemerkte.
Die kleine Frau hatte inzwischen ihr Studium beendet und einen Laden eröffnet in dem sie Wolle und Knöpfe Spitzen und Bänder verkaufte.
Für die Mädchen war das am Anfang schön, die Bänder und Spitzen zu sortieren, die Knöpfe, Perlen und Wolle zu ordnen. Sie spielten mit dem kleinen Bruder, der immer recht wild war. Das kam daher, dass der Prinz den kleinen Prinzen sehr verwöhnte und ihm alles aber auch schon alles erlaubte.
Da kam ein Tag an dem die kleine Frau überlegte, so wild wie dieser kleine Junge ist, und so unsichtbar wir Drei für den Prinzen sind, geht das hier in der großen Stadt nicht mehr lange gut. Wir müssen raus auf ´s  Land ziehen, wo Wiesen und Wald und viel Platz ist, damit der kleine Junge richtig toben kann und vor allem meine Mädchen wieder lachen können.
Sie fanden ein altes Bauernhaus in einer kleinen Stadt nahe der großen Stadt und zwei große Lastwagen transportierten alle Habe dorthin.
Der Prinz war verletzt, er wollte nicht mit in die kleine Stadt und wurde sehr, sehr böse auf die kleine Frau.
Sie dachte erst, lass ihm Zeit und einige Male kam er auch zu Besuch, aber bald hörte das auf und die kleine Frau lebte mit den beiden Mädchen und dem Jungen alleine auf dem Bauernhof. Der kleine Prinz war glücklich und auch die Mädchen fanden langsam Gefallen am Landleben.
Die Mädchen waren inzwischen sehr groß geworden und das erste Mädchen ging in das kleine Land der kleinen Frau um zu studieren.
Das zweite Mädchen ein Jahr später in ein weit entferntes Land mit einer fremden Sprache um ebenfalls zu studieren.
Die kleine Frau und der kleine Prinz blieben allein zurück, sie vermissten die Mädchen sehr und die größte Freude waren die Ferien wo alle wieder zusammen waren.
Jetzt ist schon eine lange Zeit vergangen aus den Mädchen sind erwachsene Frauen geworden die ihre eigene Familie gegründet haben. Auch der kleine Prinz ist nach und nach zu einem großen schönen Prinzen herangewachsen, der jetzt gerade dabei ist seine Stärken auszuloten und zu erforschen was das Leben so alles für ihn bereithält.
Die kleine Frau wusste erst nicht so recht wohin sie nun gehen sollte, bleiben wäre für den Prinzen nicht gut, er braucht die Freiheit um zu Lernen was er alles vollbringen kann.
Sie packt also ihre sieben Sachen in einen Koffer und fuhr wieder in das kleine Land aus dem sie gekommen war.
Dort will sie noch mal neu durchstarten und etwas sinnvolles, neues aufbauen. Sie hatte sich das viel leichter vorgestellt. Das kleine Land ist ihr fremd geworden und die Leute darin auch. Sie sehnte sich nach dem großen Land und vor allem nach ihren Mädchen und den jetzt schon großen Prinzen. Da sie aber eine kleine,  mutige Frau ist wird sie es schon schaffen, was sie sich vorgenommen hat, davon ist sie felsenfest überzeugt.
Wenn es Abend wird jedoch, dann sitzt sie an ihrem Webstuhl und webt an einem Teppich. Es soll ein fliegender Teppich werden, damit sie immer, wenn die Sehnsucht nach ihren sechs liebsten Menschen zu groß wird, sich drauf setzen kann um in das große Land zu fliegen.
Zu schauen ob alles in Ordnung ist, ob es ihnen gut geht oder um sie einfach nur anzuschauen. Ihr habt richtig gelesen „sechs liebste Menschen“, denn es gibt schon drei kleine Enkelkinder. Ja und nicht zu vergessen die Schwiegerkinder....aber das ist eine andere Geschichte.





GESCHICHTE 2




Wartezone 
(ein älterer Text, in der Wartezone eines Amtes)

Grelles schneeglänzendes Licht welches die Augen blendet.
Ich sitze in der U-Bahn, ein Lächeln der Dame gegenüber, ich lächle zurück, sie hat ein interessantes Gesicht und einen wunderschönen Schal. Sie holt Manner Schnitten aus ihrer Tasche und bietet mir eine an. Ich sage ihr wie sehr mir ihr Schal gefällt und erfahre, dass dieser Schal von ihrer Mama gestrickt wurde, die jedoch schon lange tot ist. Sie erzählt mir dass sie jetzt zu ihrem sterbenden Sohn fährt.
Wir haben beide plötzlich Tränen in den Augen. Zwei Mütter die einander einen Augenblick lang sehr nahe sind. Ich würde sie gerne wiedersehen, traue mich aber nicht sie zu fragen. Meine Augen brennen wie Feuer.
Denke es sind die Kontaktlinsen, die alt sind, Nachfrage beim Fachmann wäre ein Weg den zu beschreiten Sinn macht. Ich bin extrem lichtempfindlich.
In der Wartezone angekommen. Ein Vater der mit seinem Sohn durch die Gänge springt, als Gegensatz sitzt ein anderer kleiner Junge ganz verängstigt neben seiner gelangweilten Mama. Eine Frau hält sich ihre Brüste als hätte sie Angst sie könnten wegfliegen. Handys klingeln oder sprechen mit ihren Besitzern.
Eine Frau kontrolliert ihre Unterlagen. Der kleine lustige Blondschopf animiert den schweigsamen und jetzt hüpft ein lustiges Duo durch den Raum. Ein Mädchen testet wie ihre Finger schmecken und beobachtet dabei die Jungs.
Meine Nummernfolge ist noch nicht weitergelaufen, seit einer halben Stunde die gleiche Nummer am Display.
Brrrrrr die Zunge des kleinen vibriert und er versucht zu spucken. Die Mutter lacht jedoch nur äußerlich. Die Zeit wird endlos für die Kleinen.
Ein Afrikaner mir gegenüber schaut unsicher umher. Vom Gesicht her könnte er Ghanese sein, bin aber nicht sicher. Ob ihm so viele weiße Leute Unbehagen verursachen? Er hat jedenfalls den traurigen Sonnenblick in den Augen. Arbeit, Geld nach Hause schicken, leben, überleben. Welches Schicksal hat ihn wohl hier nach Wien verschlagen. Sehe sehr viele Afrikaner in Wien. Dieser ist noch sehr jung. Denke an Kwasi, werde ich ihn jemals wiedersehen?
Mein Rücken schmerzt und ich ärgere mich, dass ich kein Strickzeug dabei habe.
Wenn es keine verschiedenen klingeltönende Handy´s gäbe, würde der ehemals normale Telefonklingelton völlig irritierend, aufschreckend wirken. Es würde sich jeder angesprochen bzw. angerufen wähnen. Dabei ist es nicht lange her, dass fast alle Telefone den gleichen Klingelton hatten. Ich wüsste gerne was meine Großeltern von der heutigen Handymanie halten würden. Sicher hätten sie sich genauso daran gewöhnt wie wir.
Ist der Mensch ein Gewohnheitstier? Ich vermute ja, er gehört sicher zur Gruppe der Säugegewohnheitstiere, mit Nesthocker Eigenschaften. Die etwas mutigeren Nestflüchter suchen sehr bald wieder ein Nest auf. Sie alle statten es vorzeigbar, repräsentativ, beneidenswert, prunkvoll, kostbar, anstatt gemütlich, wohnlich, bequem, praktisch und warm bzw. im Sommer kühl aus. Die Erfindungen oder Experimente sind auffällig vielfältig. Selten diskret. Die Baumeister und Architekten sind geradezu erpicht darauf, ja nicht übersehen zu werden. Sie bauen höher, breiter, runder, glänzender durchsichtiger, organischer, spitzer, verschachtelter und vielleicht sogar schiefer als der Konkurrent. Die äußere Hülle ist meist alles.
Wie fühlt man sich in einem Glashaus, im verschachtelten, hohen, runden, spitzen und eventuell schiefen Gebäude? Ist es wie auf einem spektakulär geformten Sitzmöbel, interessant aber unbequem? Beobachtet, verloren im Raum der Repräsentation? Präsentiert im Schaukasten der Eitelkeiten?
Die Nester der Vögel sind nicht auf Prunk ausgerichtet. Stabilität, Schutz vor Wind, gut getarnt um die Brut zu schützen und doch sind allesamt  statische Wunderbauten.
Gut durchdacht, die Windrichtung berücksichtigt, auf die Sicherheit der Winzlinge bedacht. Ein- und Ausgänge auf Bequemlichkeit, Wärme und Schutz ausgerichtet.
Es gibt einzelne Überlegungen von feinfühlenden Geistern der Architekturplanung, jedoch scheitern sie oft an den zu hohen Kosten, die eine organische Architektur noch benötigt. Die Masse, die Norm ist auf  billig und den allgemein geltenden Standard ausgerichtet. Wohnzimmer, Schlafzimmer, Kinderzimmer, Bad, Küche, Flur. Dies ist fast weltweit gültig. Einzelne herausragende Projekte, die den Energiebedarf und das Leben einer Familie berücksichtigen. Auch die Tatsache, dass die Kinder einmal das Haus verlassen, wird das berücksichtigt? Aus Kostengründen werden Großprojekte konzipiert, die wie Bienenstöcke anmuten.
Ist das lebenswert? Wo bleibt die individuelle Entfaltungsmöglichkeit?
Mietskasernen nach dem Vorbild von Massenunterkünften auf Minimalbedarf ausgerichtet.

Meine Gedanken sind weit spazieren gegangen und ich sitze immer noch in der Wartezone, noch sechs Nummern sind vor mir. Die Kinder haben es bereits überstanden. Jetzt sind hier Erwachsene unter sich. Hungrige, unruhige, ungeduldig wartende. Die Un-Generation. Ich wünschte nur auch schon wieder auf dem Heimweg zu sein.
Draußen hat sich der Schnee auf Häuser, Bäume und Grünanlangen gesetzt. Die Straßen sind wieder dunkelgrau. Das Salz wurde wohl aus Sicherheitsgründen großzügig verstreut. Grundwassergedanken.... Die Sonnenstrahlen wischen die Grundwassergedanken zur Seite. Es gibt so viele dringend wichtigere Gedanken. Verantwortungsvoll leben? Was kann ich als kleines Rädchen tun? Jeder kleine Schritt ist wichtig.
Ein Hahn kräht laut durch die Wartezone, es ist ein Handy-Klingelton.


Kurze Zeit danach, habe ich beschlossen ein Domizil auf dem Land zu suchen, habe es gefunden und kann jetzt viele Dinge vielleicht etwas verantwortungsvoller angehen. 
Die Lebensqualität mit Garten und eigenem Gemüseanbau konnte ich verwirklichen, aber es ist noch viel zu lernen. Besonders nach dem Hagel gibt es neue Erkenntnisse. Ich sammle Stöckchen und Flechten, Rinden und beabsichtige eine Collage zu entwickeln. 

Montag, 9. Juli 2012

HAGELSTURM IM SOMMER



Ein Hagelsturm den ich so noch nicht erlebt habe und das mitten im Sommer, hat meinen Garten verwüstet. Eine Schlange und eine Haselmaus musste ihr Leben lassen, von denen die ich noch nicht gefunden habe will ich gar nicht reden.
Der Gemüsegarten, ein Jammertal. Die Erdbeeren haben keine Blätter mehr und der Salat hat sich in die Erde verkrochen. Nur die tapferen Kohlrabi haben alles gut überstanden. Die Rosensträucher wurden förmlich geköpft wie auch meine Alantblätter die einer Fransenborte gleichen. Viele Sträucher wie die Johannisbeeren und die Zierquitte sind ohne Blätter nur mehr die Stängel stehen hilfesuchend in die Höhe.








    
 Die Johannisbeeren sind nicht mehr vorhanden und es waren so viele Beeren auf den Sträuchern, fast reif.
Die Rosensträucher sind geköpft. Der Sturm hat wirklich ganze Arbeit geleistet.  





Aber das ist die Natur und wir Menschen müssen damit umgehen lernen, wie schon viele Generationen vor uns. Mich bedroht jetzt nicht eine Hungersnot, aber ich denke an meine Vorfahren, und wie schlimme Folgen das für die Landwirtschaft hatte und hat. 

Trotzdem gab es in den ausgewaschenen Waldwegen durchaus wieder viele Begegnungen die ich hier nicht unterschlagen möchte.













Manchmal denke ich die Figuren, die ich sehe, sind wie von Zauberhand in den Weg gestellt. Ich bin fasziniert wie viel mir die Natur schenkt. 

Am Anfang wohnte ich hier mit meiner Mama zusammen, ich habe sie davon überzeugt, dass wir hier ein kleines Paradies bewohnen dürfen. Erst hatte sie Heimweh, nach Wien, aber, sicher auch durch Ihre fortschreitende Demenz hat sie es ein wenig genießen können, den Vögeln zuzuhören und das Frühstück draußen im Garten. Für eine Heim-hockerin,  die meine Mama mit Sicherheit war, war das schon ein großer Liebesbeweis an mich. Leider hat sie mich im letzten Winter für immer verlassen. Die letzten Monate, bedingt durch die Krebserkrankung und den zunehmenden Verfall, waren wirklich für uns beide sehr schwer, aber das Gefühl, dass ich sie begleiten durfte bis zur letzten Minute, ist ein gutes Gefühl. Wir hatten ja in unserem Leben nicht so viel Zeit zusammen, wie es normal wäre für Mutter und Tochter. Das haben wir nachgeholt und es war gut so. 
Manchmal war ich vielleicht zu ungeduldig und verzweifelt, wie ich das alles schaffen soll, aber rückblickend war es gar nicht so schwer. Ich habe zum Glück die Eigenschaft, das schwierige oder vielmehr gesagt, das hässliche zu vergessen und nur die guten Stunden in Erinnerung. Sie fehlt mir, beim Frühstück und vor allem vermisse ich die Gespräche mit ihr, wenn sie noch lichte Momente hatte, waren es wertvolle und gute Gespräche über Gott und die Welt, über philosophische Gedanken, über Menschen die uns begegnet sind usw. 
Das "nur für mich Leben" muss ich wohl erst lernen, meine Kinder haben ihr eigenes Leben, wie auch meine Geschwister. Die Zeit ist so schnelllebig und keiner hat mehr für den anderen Zeit zuzuhören, zu mindestens erlebe ich das so. Sicher ich bin hier etwas weit entfernt von den Ballungszentren dieser Welt, aber trotzdem. Neue Freunde zu finden ist in meinem Alter gar nicht so leicht. Obwohl ich bisher nicht dieses Problem kannte. Die Pensionisten Klubs, sind auch keine Möglichkeit Kontakte zu knüpfen, dort wird nur Karten gespielt oder irgendein Ausflug organisiert, wo man dann in der Gruppe im Bus durch die Gegend gefahren wird. Das ist für mich keine Alternative. 
Aber wer weiß was mir noch begegnet, ich habe meine Augen und Ohren offen und lasse mich überraschen. 




Donnerstag, 5. Juli 2012

BEGEGNUNGEN


Eine Waldwanderin und begeisterte "Knipserin" von Natur und den Dingen die mich umgeben, denen ich begegne und die ich be- oder verarbeite. Annäherung an Landart auf meine Weise.
Dann gibt es noch die Weberei, die Filzerei und eigentlich alles was mit textiler Kunst zusammenhängt.
Mein Garten und meine Gefährtin Lilly eine Galgo-Hündin.
Ich schreibe diesen Blog auch für meine Kinder und Enkelkinder, damit sie, nachgucken können womit sich die Mama/ Oma so den ganzen Tag beschäftigt.
Nun heißt es aber fleißig sein und auch die Gedanken aufzuschreiben, nun der Beginn ist gemacht.


Die Wurzelfrau ist unterwegs, guckt sich um und.......



Zur Zeit sind die Werkstätten, bis auf einige Strickanfälle, geschlossen, wegen Renovierung und Veränderungen die im Haus notwendig wurden.
Ich habe jetzt einen Gästetrakt und dieser muss eingerichtet, gestrichen, also kurz gesagt, gemütlich gestaltet werden. Da auch noch der Garten unüberhörbar nach mir ruft ist die Zeit zum Schreiben etwas knapp.
Immerhin gibt es auf ausgewaschenen Waldwegen doch täglich einiges zu entdecken, hier ein kleiner Einblick  zu meinen "Begegnungen". Die erste Begegnung war ein Lichtspiel auf einem eher dunklen Waldweg. Plötzlich war sie da....


Dieses Erlebnis lies mich weiter forschen und ich entdeckte Einen Mann mit Kappe ..


Eine Frau die etwas bissig guckt


Einen grimmigen Mann


einen Zyklop


einen China man


und diesen Redner


tja und das, ein Korsett mit Fisch....

    

Die Wege haben also durchaus täglich "Neues" zu bieten, am besten natürlich nach einem Regen. Diese Begegnungen sind erstaunlich und ich knipse mit meinem Handy und bearbeite nur die Tiefenschärfe etwas Farbverstärkung, eigentlich nicht mehr. Es ist ein kleines Gesetz dass ich auch mal einen Stein als Auge dort hinlege wo ich denke, dass er sein sollte, aber er darf wirklich nur in max. 1 m Entfernung gefunden werden. Die Farben ändern sich ob ich morgens oder am Abend fotografiere. Mal sehen was da noch so alles meinen Weg kreuzt. Auf zur Bilderjagd! 







BEOBACHTUNG EINES UNBEKANNTEN PILZES "Endlich der Name ist erforscht!"

So richtig begonnen habe ich die Knipserei wegen einem Pilz den ich beobachte seit zwei Jahren. Leider konnte mir noch niemand sagen, trotz meiner Suche in einigen Foren, wie dieser so besondere Pilz heißt.
Bei einer Waldwanderung sah ich von weitem ein Brötchen, Weckerl oder ähnliches liegen und dachte mir, jetzt verlieren die Leut´auch schon die Semmeln im Wald.
Beim näher kommen sah ich aber es war ein Pilz mit sichtbarer Fleischfüllung, seht selbst:



Die Grashalme sind wie Speerspitzen durch ihn hindurchgewachsen und ansonsten ein recht appetitlicher Geselle. 
Zwei Wochen später hat er sich verwandelt:

  

Er erinnert jetzt nicht mehr an ein Brötchen, eher an eine Torte, es hatte geregnet und die Farbe ist ziemlich gut getroffen. Nach einigen Tagen, Sonnenschein und wenig Regen zeigte er eine neue Seite.



Jetzt war ich sicher, er hat doch etwas mit einer Pizza zu tun.


Zur Zeit sieht er immer fester und blasser aus, aber er behauptet sich an seinem Standort und hat täglich Besuch von einigen Mistkäfern, die offensichtlich gerne davon essen. 

Tja dieser namenlose Geselle, ob ich jemals erfahren kann wie dieser Pilz heißt, nun ich werde nicht aufgeben. Es bleibt spannend. 

Heute Ende Juli, weiß ich noch immer nicht wie mein Pilz heißt. Aber er wird immer dunkler und gestern sah er so aus. 


Am Ende des Sommers wurde er immer dunkler und kleiner




JUHU ICH KENNE DEN NAMEN!

PHAEOLUS SCHWEINITZII

Gefunden habe ich diesen lustigen Namen auf der Seite "Creative Seite der Kirsten K. Dieser Pilz kann zum färben von Wolle verwendet werden. 
Das wird auf jeden Fall ausprobiert. Färben mit Pilzen eine spannende Sache. 
Aber auf jeden Fall bin ich froh, dass nun endlich dieser, für mich namenlose Pilz, seinen Namen preisgegeben hat.